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European Mooney Pilots and Owners Association

(von David Kromka)

Mit jeder Menge Rückenwind startet die EMPOA ins neue Jahr und präsentiert allen Mooniacs die Programmplanung für den großen Vereinsausflug im kommenden Juni 2014.

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Nach unserer Frankreichreise mit Kurs Süd-Südwest geht es diesmal in die Gegenrichtung: Kurs Nord-Nordost. Vom 18. bis 22. Juni werden sich die Speedmachines in Richtung Baltikum aufmachen: Rügen und Gotland heißen unsere Etappenziele.

Dem Grundkonzept des EMPOA-Ausflugs wollen wir treubleiben: fünf Tage (ein verlängertes Wochenende) unter Freunden, fliegerische Highlights, aber auch genug Zeit für Aktivitäten am Boden.

Wir treffen uns am Mittwoch, 18. Juni, ab Mittag auf dem Flugplatz von Rügen-Güttin (EDCG), wo wir bei kleinen Snacks und kühlem Bier alte Freunde wiedertreffen und sicherlich auch neue Gesichter begrüßen dürfen. Die Begleiter dürfen anschließend mit Kleinbussen in den nahen Hafenort Lauterbach, wo wir in einem Hotel am Meer untergebracht sind. Für die EMPOA-Mooniacs gibt es aber erstmal Pflichtprogramm am Flugplatz, denn am späten Nachmittag steht die jährliche Hauptversammlung an.

Wir hoffen, dass unsere Mitflieger nach dem Einchecken wieder zu uns zurückkommen, denn es ist mir gelungen, im Anschluß an die Hauptversammlung ein fliegerisches Highlight zu organisieren. Einige von Euch werden von ihm gehört haben, manche seine Bücher gelesen und Filme gesehen: mein Freund Henning Huffer, Berufsabenteuer und Hobbyanwalt, fünffacher Earthrounder und 50facher Atlantiküberquerer, wird der EMPOA seine Ehre erweisen und aus seinem fliegerischen Leben berichten. Das Thema Mooney, auf der Henning über 3000 Stunden hat, kommt dabei sicher nicht zu kurz. Anschließend lädt die EMPOA zu einem Abendessen am Flugplatz ein.

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Der Donnerstag steht im Zeichen boden- und wassergebundener Transportmittel: nach einem kleinen Stadtbummel durch Lauterbach fahren wir mit dem Schiff nach Baabe. In dem Seebad besteht Gelegenheit zum Stadt- und Strandbummel. Interessenten unternehmen mit unseren Minibussen eine Fahrt ins rund 20 Kilometer entfernte Prora, wo das auch heute noch längste Gebäude der Welt, das fünf Kilometer lange KdF-Seebad zu besichtigen ist, das im dritten Reich den modernen Massentourismus begründen sollte. Zurück in Baabe besteigen wir den Dampfzug „Rasender Roland“, der uns durch die Südrügener Landschaft zurück nach Lauterbach bringt, wo wir in unserem Hotel ein leckeres Fischmenü essen werden.

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Am Freitag heißt es wieder Taschen packen und Motoren anlassen, denn unser Flug führt uns heute zur größten Ostseeinsel, dem schwedischen Gotland. Im Abflug bietet sich noch einmal die Gelegenheit zu schönen Ausblicken auf die berühmten Kreidefelsen, bevor wir Kurs Nord-Nordost einnehmen. Die Strecke führt zwar direkt über Wasser, allerdings passieren wir auf unserem Weg zuerst Bornholm, dann Oland und fliegen auch nie allzuweit von der schwedischen Ostküste entfernt. Nach maximal zwei Stunden Flug erreichen wir unser Ziel. Landeort ist nicht der internationale Flughafen Visby (ESSV) sondern der zweite Flugplatz der Insel: Bunge (ESVB) im Nordosten der Insel an der Bucht zur Nebeninsel Farö. Dort hat der pensionierte SAS-Kapitän Gert Martinsson einen ehemaligen Militärplatz übernommen und zu seinem persönlichen Fliegerparadies mitsamt Flugzeugmuseum umgestaltet, auf dem Fliegerfreunde willkommen sind. Die knapp 700 Meter langen und ebenen Asphaltbahnen mit freien Anflugsektoren dürften für unsere Maschinen kein Problem darstellen.

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Einzig und allein auf den Verkehr müssen wir beim Anflug achten, denn die Mittsommernacht wird auch für ein großes Fallschirmspringerfest am Flugplatz Bunge genutzt. Nach den After-Landing-Procedures machen wir uns auf den Weg zum nahen Hotel. Anschließend leben wir den schwedischen Traum von Midsommar. Wo wir der traditionellen Baumzeremonie beiwohnen können, befindet sich gerade noch in Klärung, doch allzuweit wollen wir an diesem Abend nicht mehr fahren. Wie in Schweden üblich findet auch bei uns die Mittsommernachtsfeier in der Familie statt, in unserer Mooney-Familie. Gemeinsam werden wir die lokalen Spezialitäten in Form eines Büffets kosten und die Drinks in Form von Bier, Wein und Akvavit kommen an diesem Abend garantiert nicht zu kurz.

Nach Ausschlafen und Frühstück geht’s am Samstag zu einer Inseltour mit unseren Minibussen. Je nach Abfahrtszeit kommt auch ein Abstecher auf die abgeschiedene Insel Farö selbst in Frage. Einen kleinen Mittagsstopp legen wir in Katthammarsvik ein, wo wir die Gelegenheit haben, Produkte einer bekannten Räucherei zu kosten. Anschließend fahren wir quer über die Insel Richtung Visby. Die gotländische Hauptstadt mit ihrer imposanten Stadtmauer und gut erhaltenen Altstadt ist UNESCO-Welterbe und eignet sich für einen Stadtbummel. Dort werden wir dann auch zu Abend essen und auf die erfolgreiche Reise anstossen.

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Am Sonntag heißt es Koffer packen und Mooneys startklar machen. Mit jeder Menge neuer Erlebnisse starten wir zu unseren Homebases – oder zur inoffiziellen Verlängerungstour weiter Richtung Norden auf die Alandinseln. Wichtig: diese Verlängerung findet statt, weil mich bereits mehrere Mooniacs darauf angesprochen haben. Sie ist aber kein Teil der EMPOA-Reise 2014 und findet auf eigene Kosten und eigene Koordination statt. Gerne übernehme ich aber das Zusammenbringen der Interessenten.

David Kromka